



Mit der Mission Suisse starten wir einen mehrjährigen, überparteilichen und sektorenübergreifenden Impulsprozess.
Unser Ziel ist, dass Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen, um die Resilienz und Handlungsfähigkeit der Schweizer Demokratie zu stärken.
Autoritäre Politik gewinnt weltweit an Einfluss. Wirtschaftliche Abhängigkeiten werden strategisch genutzt, geopolitische Konflikte greifen unmittelbar in Märkte und politische Prozesse ein. Auch die Schweiz ist davon betroffen: Sie gilt als stabil und konsensorientiert, doch diese Stabilität erhält sich nicht von selbst. Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung zweifelt daran, dass die Politik die grossen Zukunftsfragen lösen kann.
Mit der Mission Suisse orientieren wir uns an vier Herausforderungen, mit denen die Schweiz als kleine Demokratie und offene Volkswirtschaft konfrontiert ist. Diese vier Themenfelder bilden auch die Grundlage einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die wir gemeinsam mit der Universität Bern durchgeführt haben.


Wir haben vier Herausforderungen definiert, mit denen die Schweiz umgehen muss. Sie dienen uns zum Auftakt der Mission Suisse als Orientierungsrahmen und sollen uns dabei helfen, die drängendsten Probleme zu identifizieren, erste Lösungsansätze herauszuarbeiten und die weiteren Etappen zu strukturieren.
Die Schweiz steht unter wachsendem Druck. Politische Krisen, technologische Umbrüche und geowirtschaftliche Konflikte verlangen schnellere Reaktionen. Gleichzeitig lebt die Demokratie von Mitsprache, Kontrolle und breiter Abstützung.
Leitfrage: Wie wird die Schweizer Politik handlungsfähiger, ohne demokratische Qualität zu verlieren?
Die Schweiz kann ihre Sicherheit immer weniger allein denken. Kriege, Grossmachtrivalitäten, Cyberangriffe, Desinformation und technologische Abhängigkeiten betreffen auch unsere neutrale Kleinstaaten-Demokratie.
Leitfrage: Wie investiert die Schweiz in einer härteren geopolitischen Ordnung in ihre Sicherheit und Souveränität?
Die offene Schweizer Volkswirtschaft gerät in ein raueres Umfeld. Handelskonflikte, aggressive Industriepolitik und das Aufkommen von KI verändern Märkte und Wertschöpfungsketten.
Leitfrage: Wie investiert die Schweiz in eine zukunftsfähige Wirtschaft in Zeiten geowirtschaftlicher Konkurrenz?
Demokratie braucht tragfähige Grundlagen. Gemeinsame Fakten, unabhängige Medien, gegenseitiges Vertrauen, freiwilliges Engagement, faire Chancen und gelebte Mitverantwortung halten sie zusammen. Diese Grundlagen geraten durch Polarisierung, Ungleichheit und raschen technologischen Wandel unter Druck.
Leitfrage: Wie gelingt demokratisches Miteinander in Zeiten tiefgreifender Transformation?
Die Mission Suisse startet mit einer Auftaktveranstaltung am 12. September 2026. Am Jahrestag der Bundesverfassung bringen wir rund 50 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Brunnen und auf dem Rütli zusammen. Von diesem Startpunkt aus erweitern wir den Prozess schrittweise: mit weiteren Veranstaltungen und Formaten, zusätzlichen Perspektiven und wachsender Beteiligung.

Am 12. September, dem Jahrestag der Bundesverfassung, bringen wir rund 50 Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Brunnen und auf dem Rütli zusammen. In einem strukturierten Rahmen führen sie vertiefte Gespräche, die in der polarisierten Öffentlichkeit oft zu kurz kommen.
Basierend auf einer wissenschaftlichen Vorstudie nehmen die Teilnehmenden eine gemeinsame Lageanalyse vor und erarbeiten erste Lösungsansätze, die im weiteren Verlauf der Mission Suisse weiterverfolgt werden. Diskutiert werden dabei die vier Herausforderungen, die auch den Kern der Bevölkerungsumfrage bilden.
Am Nachmittag reisen die Teilnehmenden gemeinsam auf das Rütli, das die SGG seit 1860 betreut und das an diesem Tag Ort für den Dialog über die Zukunft der Schweizer Demokratie ist.
Keynotes:
Gideon Rachman, Chief Foreign Affairs Commentator, Financial Times
Silvan Wildhaber, Präsident economiesuisse
Die Liste der Teilnehmenden und die Ergebnisse machen wir nach dem Abschluss des Auftakts hier öffentlich.
Wir präsentieren die Ergebnisse unserer repräsentativen Demokratieumfrage, teilen erste Erkenntnisse aus dem Rütli-Dialog vom 12. September und stellen daraus abgeleitete Impulse für die Stärkung der Schweizer Demokratie zur Diskussion. Gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutieren wir zentrale Spannungsfelder und Reformideen.
Der Anlass richtet sich insbesondere an die demokratiepolitische Zivilgesellschaft, an Stiftungen und die Wissenschaft. Zur Anmeldung geht es hier.
Im Gespräch mit dem italienisch-schweizerischen Autor und Professor Giuliano da Empoli vertiefen wir die Frage, wie politische und wirtschaftliche Macht im 21. Jahrhundert funktioniert, in welcher Logik autokratische Machthaber denken und wie ein kleines Land wie die Schweiz ihre Demokratie und Wirtschaft in dieser neuen Epoche schützen und weiterentwickeln kann.
Künstliche Intelligenz verändert zunehmend, wie wir leben, denken und unsere Gesellschaft organisieren. Am 7. Oktober diskutieren wir in Genf, gemeinsam mit der Genfer Initiative 2032, die demokratischen Auswirkungen dieser Entwicklung: Wie schützen wir Sicherheit und Handlungsfähigkeit, ohne wirtschaftliche Chancen zu verspielen?
Speaker:
Bruno Giussani, langjähriger Global Curator von TED
Wafa Ben-Hassine, Chief of the Digital Tech and Human Rights Section, UN-Menschenrechtsbüro (OHCHR)
Die Mission Suisse ist ein fortlaufender Prozess. Was daraus entsteht, machen wir hier sichtbar: mit Rückblicken auf unsere Anlässe, Studienresultaten, Beiträgen in den Medien und Beteiligungen an Partnerveranstaltungen.
Als Erstes veröffentlichen wir hier Anfang September die Resultate unserer repräsentativen Bevölkerungsumfrage zur Handlungsfähigkeit der Schweizer Demokratie.
Die Mission Suisse ist ein Projekt der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) und ihres Think + Do Tanks Pro Futuris. Die SGG setzt sich für den sozialen Zusammenhalt, eine aktive Zivilgesellschaft und eine lebendige Demokratiekultur in der Schweiz ein. Seit 1810 wirkt sie als Pionierin und stösst neue Initiativen an, die sie mitfinanziert und bei ihrer Etablierung begleitet.
Bei der Gestaltung und Umsetzung der Mission Suisse arbeiten wir eng mit Expedition Zukunft zusammen. Unterstützt und begleitet wird die Mission Suisse durch die Stiftung Mercator Schweiz.
